Sie sind hier: » praxis-hettenbach.de » Informationen » Bluthochdruck
Bluthochdruck
Ein besonderes Risiko für Bluthochdruck besteht,
- wenn in der Familie Bluthochdruck vorkommt,
- bei älteren Menschen,
- bei Menschen mit Übergewicht,
- bei Diabetikern,
- bei Frauen, die die "Pille" einnehmen,
- bei bestimmten Appetitzüglern wie Ephedrin- oder Norpseudoephedrinhaltigen,
- bei Antirheumamitteln wie Diclofenac und anderen,
- bei Verzehr von großen Mengen Lakritze oder Alkohol,
- bei Einnahme von Drogen wie Kokain, Ecstasy und von Amphetaminen,
- bei zu hoher Salzzufuhr (nicht nachsalzen, besonders Salzhaltiges meiden),
- bei Erkrankungen der Niere,
- bei Fehlfunktionen der Schilddrüse.
Krankheitszeichen fehlen in den meisten Fällen, sie können sein
- Kopfschmerzen,
- Schwindel,
- Nasenbluten,
- Brustschmerzen,
- Kurzatmigkeit,
- Sehstörungen.
Treten solche Symptome auf, sollte rasch ein Arzt zur Abklärung der Ursachen und zu ihrer Behandlung aufgesucht werden.
Richtig messen
Um ein korrektes Messergebnis zu erhalten, müssen einige Regeln eingehalten werden - unabhägig vom Gerätetyp.
Nach den aktuellen Patientenleitlinien für Bluthochdruck gilt:
- Nach fünfminütiger Ruhe in einem stillen Raum messen. Viele Patienten sind beim Arztbesuch aufgeregt. Dadurch steigt der Blutdruck. Das heißt nicht automatisch, dass es sich um ständig erhöten Blutdruck handelt.
- Blutdruckprotokoll führen.
- Erste Messungen an beiden Armen durchführen und
- für weitere Messungen den Arm mit dem höheren Wert benutzen.
- Bei manchen Menschen gibt es Blutdruckunterschiede von mehr als 10 Millimeter Quecksilber (mmHg) zwischen beiden Armen. Benutzen Sie für die Messung immer denselben Arm, auch beim Messen zuhause.
- Halten Sie den Arm gestreckt und die Manschette auf Herzhöhe - das ist besonders wichtig beim Handgelenkgerät.
- Lassen Sie bei traditionellen Geräten die Luft langsam ab. Lassen Sie zwischen aufeinander folgenden Messungen mindestens eine Minute verstreichen.
- Lassen Sie sich von einem einzelnen hohen Wert nicht aus der Ruhe bringen. Nicht ständig nachmessen (Tendenz, das Messergebnis zu schönen).
- Die Manschettengröße muss dem Armumfang entsprechen. Mit zu kleiner Manschette wird ein zu hoher Blutdruck gemessen.
Blutdruckwerte
Bei der Arztmessung besteht ab einem ständigen Blutdruck von systolisch 140mmHg und oder diastolisch 90mmHg Bluthochdruck, bei der Selbstmessung ab 135 zu 85 mmHg.
| Blutdruckwerte bei Erwachsenen | |
|---|---|
| Oberer / Unterer Wert (Systole / Diastole) in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) | |
| Optimal | <120 / <80 |
| Normal | <130 / <85 |
| Übergangsstadium | 130-139 / 85-89 |
| Bluthochdruck | ab 140 / ab 90 |
| Zielwerte für Diabetiker | |
|---|---|
| Eiweiß- (Albumin-) Ausscheidung im Urin | |
| Normal | <135/85 |
| Gering erhöht | <130/80 |
| Stark erhöht | <125/75 |
| Ambulante 24-Stunden-Messung | |
|---|---|
| Tagesmittelwerte | <135/85 |
| Nachtmittelwerte | <120/75 |
| 24-Stunden-Mittelwerte | <130/80 |
Eignung verschiedener Sportarten bei Hypertonie
Gut geeignet
- Ausdauersportarten mit geringem bis mittlerem Krafteinsatz (Walking, Nordic Walking, Laufen, Radfahren, Inlineskating, Skilanglauf, Schwimmen etc.)
- Mannschaftsspiele mit geringer körperlicher Belastungsintensität aufgrund modifizierter Durchführung (Volleyball, Fußball, Soft-Tennis etc.)
Bedingt geeignet (abhängig von der Schwere der Hypertonie, Begleiterkrankungen sowie der sportlichen Vorerfahrung)
- Kraft- und Kampfsportarten mit niedrigem bis mittleren Belastungsintensitäten (ohne Pressatmung)
- Einzelrückschlagspiele mit geringer bis mittlerer Belastungsintensität (Tischtennis, Tennis etc.)
- Mannschaftsspiele mit mittlerer Belastungsintensität
- Ausdauersportarten mit höherem Krafteinsatz (Rudern etc.)
Ungeeignet
- Kraft- und Kampfsportarten mit hohen Belastungssintensitäten
- Einzelsportarten und Einzelspiele mit hoher Belastungsintensität (Leichtathletik, Badminton, Squash etc.)
- Mannschaftsspiele mit hohen Belastungsintensitäten (Eishockey, Basketball etc.)
E-Mail: info@praxis-hettenbach.de
Telefon: 0941 / 80 560